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Die Geburtsreise von Laura und Marlon
 

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Absolute Hingabe an die Kraft des Lebens 

Es war 10.00 Uhr am Vormittag, als mich Laura anrief: „Ich glaube, das, was ich spüre, sind schon echte Wehen – ich fahre mal in die Klinik.“
„Alles klar, melde dich einfach, wenn du dort bist und die Hebamme gecheckt hat, wie weit dein Muttermund offen ist“, entgegnete ich und verabschiedete mich.

Gelassen setzte ich mich wieder an meinen Arbeitstisch, um weitere Büroangelegenheiten zu erledigen. „Das kann noch dauern“, dachte ich bei mir.

Laura ist eine meiner engsten Freundinnen und hatte mich eingeladen, die Geburt ihres Sohnes fotografisch zu begleiten. Es war das erste Mal, dass ich so etwas gemacht habe. Ich fühlte mich sicher und entspannt, doch jetzt, wo es wirklich soweit war, überkam mich die Vorfreude wie eine große Welle!

Wenige Minuten später packte mich die Nervosität und einem Impuls folgend packte ich meine Sachen zusammen und stieg ins Auto. Auf dem Weg nach Wien bekam ich eine SMS von Laura: „Muttermund sieben Zentimeter, bin am Weg in den Kreißsaal“.

Ich kam wenig später in der Semmelweißklinik an, parkte mich ein und hörte schon vom Parkplatz aus die kraftvollen Geräusche einer Frau, die tief in ihre Wehen versunken war.

Jetzt war sie da, die Realität

Es wurde ernst, hundert Prozent meiner Aufmerksamkeit waren gefragt. Ich betrat den Kreißsaal und begrüßte still die Hebamme, die Laura gerade durch eine Wehe begleitete, dann umarmte ich meine Liebste und sie sagte mir, wie froh sie sei, dass ich nun da bin. Einige Wehen lang war ich einfach nur für sie da, hielt sie, wischte ihr den Schweiß von der Stirn, sagte ihr, wie unglaublich toll sie das alles macht. Ich war ergriffen von der Intensität des Moments und von der uneingeschränkten Konzentration und Hingabe dieser Frau, die dabei war, ihr erstes Kind zur Welt zu bringen.

Dann war es soweit: Ich schaffte es, meine eigene Hemmschwelle zu überwinden und nahm meine Kamera aus der Tasche.

Ich begann erste Bilder zu machen, doch nach kurzer Zeit merkte ich, dass die Presswehen bereits begonnen hatten. Die Energie im Raum verdichtete sich. Ich legte die Kamera zur Seite und war wieder ganz für Laura da, redete mit ihr, erinnerte sie an die Entspannung und an die Atmung. Ich nahm wahr, wie unglaublich tief Laura in diesen Prozess versunken war, wie dankbar sie jede Unterstützung und jedes Wort von der Hebamme annahm. Ich war von Demut erfüllt.

Und dann, kurz nach 12.30 Uhr, bewegte sich Marlon langsam aus dem Leib seiner Mama hinaus und in die große Welt hinein.

Nun machte ich die ersten Bilder vom neuen Erdenbürger. Noch fest durch die Nabelschnur mit seiner Mutter verbunden nahm sie ihn das erste Mal an sich.

geburtsfotografie endlich da

Weiter Bilder folgten. Eine tiefe, unaussprechliche Liebe erfüllte den gesamten Raum – bis an den Rand. Ein weiterer ergreifender Moment, den ich leider nicht fotografisch festhalten konnte, ereignete sich: Ich selbst durfte dieses neugeborene Wunder von seiner Mama abnabeln. Willkommen auf der Erde, kleiner Mann! 

geburtsfotografie hallo baby

Die erste Botschaft die der kleine Marlon seiner Mama bringt ist unmißverständlich! Das hast du sooo gut gemacht!

geburtsfotografie gut gemacht Mami

Alles ist wunderbar verlaufen. Auch der erste Kuss von Mama und Papa als Eltern wurde festgehalten.

geburtsfotografie first kiss as parents

Später kam auch noch seine Oma – berührende Momente, Lachen, Tränen, Sprachlosigkeit.

geburtsfotografie generations

Ich blieb noch rund zwei Stunden lang im Raum, um das erste Wiegen und Messen zu fotografieren.

geburtsfotografie the weight of love

Dazwischen zog ich mich immer wieder in den Hintergrund zurück und verließ den Kreißsaal, um der neu geborenen Familie in diesen intimen und magischen ersten Momenten Raum für sich zu geben.

geburtsfotografie sooo stolz

Bevor ich ging, bedankte ich mich noch einmal bei Laura – für ihr Vertrauen, das sie mir geschenkt hatte. Auch sie bedankte sich und versicherte mir, dass es keinen Moment gegeben hatte, in dem sie sich von mir gestört gefühlt hätte.

geburtsfotografie kleine FäustchenWährend meiner gesamten Heimreise schwebte ich immer noch auf Wolke sieben.

Was für ein Segen! Was für eine Freude! Was für eine Ehre!

In diesem Moment bin ich einfach nur dankbar und fühle das ich genau auf dem richtigen Weg bin.
Noch nie zuvor hatte ich das Leben in seiner ganzen ungefilterten Schönheit fotografisch festgehalten und ich weiß:

Es werden noch viele Geburten folgen!

 

 

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